Audi

Wer der Automarke Audi die Tradition abspricht, der outet sich als Laie. Mit der Eintragung der Audi Automobilwerke GmbH ins Handelsregister der Stadt Zwickau 1910 handelt es sich bei Audi theoretisch um einen der ältesten Autohersteller Deutschlands; wären da nicht die Verwerfungen der Geschichte.

1928 übernahm Jorgen Skafte Rasmussen mit seinen Zschopauer Motorenwerken – dazu zählt auch die Marke DKW – das Unternehmen. Nur vier Jahre später erfolgte der Zusammenschluss mit Horch und Wanderer zur Auto Union. Das historische Viermarkenbündnis spiegelt sich noch heute im Markenzeichen mit den vier ineinandergreifenden Ringen.

Vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Unternehmen Auto Union mit dem Hauptsitz in Ingolstadt neu gegründet. 1958 übernahm die Daimler-Benz AG Mehrheitsanteile, die der Hersteller aus Stuttgart ab 1964 nach und nach an den Volkswagenkonzern veräußerte. 1965 wurde erstmals wieder der Markenname Audi für ein Fahrzeug eingeführt: den Audi F103. Nur vier Jahre darauf fusionierte Auto Union mit NSU und der neue, sperrige Unternehmensname – Audi NSU Auto Union AG – hatte bis 1985 Bestand. Seitdem steht der Name Audi selbstbewußt ganz für sich selbst.

Zu den wichtigsten historischen Modellen der Marke zählen unter anderem das Allrad-Turbo-Monster S1, das die Gruppe B im Rallye-Sport lange Zeit dominierte, aber ebenso der unrostbare, weil vollverzinkte, trotzdem sterbenslangweilige, längst youngtimernde Audi 80 Typ B3 – vielleicht das beste Dauerauto, das je gebaut wurde. Bloß nicht zu vergessen auch der R8, insbesondere die erste Generation mit V8-Mittelmotor und Handschaltung.

Im gegenwärtigen Modellangebot sind aber vor allem Audi A3 und Audi A4 sowie die SUVs Audi Q3 und Q5 als Volumenbringer relevant. Gleichzeitig rollt auch der vollektrische, über zwei Tonnen schwere e-tron über unsere Straßen.

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