VW-Werk Wolfsburg- Fahrzeuge der Typen Golf und Jetta auf Halde.
16.-17.03.1981

Neuer Nachschub nötig? Nein.

Published On 8. Februar 2015 | By derautonormalverbraucher | Frisch getestet, Gedanken vom Fahrersitz
Ganz viel neues... von 1981

Ganz viel neues… von 1981

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesmal ein etwas weniger euphorischer Post.
Dass zwar heute viel mehr neue Autos produziert werden, als nötig stimmt zwar, aber ohne die Autoindustrie würde uns ja irgenwann das ganze hier fehlen.
Daher heute also mal ein Blick auf das, was sich durchaus lohnt, neu zu kaufen. In ganz verschiedenen Typenbeispielen übrigens.
Typ 1:
Das immertreue, gute Werkzeug. Ich rede hier von Autos, die man mit der nötigen Pflege eigentlich nie wieder verkaufen muss. Das beinhaltet natürlich einen gewissen Gegenwert, der zunächst auch mit viel Geld zu bezahlen ist. Was man dafür erhält muss ein Auto sein, dass in seiner Qualität nicht nachlässt, und dessen Nutzung auch langfristig benötigt ist. Ein Auto, was man irgendwann seinen Kindern vererbt, oder sie es wenigstens benutzen lässt, weil es nunmal so gut und praktisch ist. Was könnte das sein?
Ein VW Bus Natürlich. Vernachlässigt man einmal, dass man einen T5 inzwischen mit hochluxoriösem Ambiente bestellen kann, ist er überall ein treuer Begleiter. Ein Multifunktionsfahrzeug im besten Sinne. Multi… wie eben in „Multivitaminsaft“, „Multikulti“, „multiplizierte Familiengröße“ oder halt wie Multivan – jedoch keinesfalls, wie Multipla.
Eigentlich müssen Bullifahrer ständig gute Menschen sein, haben sie doch ein Fahrzeug mit dem sie jederzeit Freunden beim Befördern ihrerselbst oder von Hab und Gut unterstützen.
Wer keine Lust hat, ständig nett sein zu müssen tut auch gut daran einen neuen Mercedes zu kaufen. Eigentlich ist es meistens finanzieller Blödsinn einen Mercedes neu zu kaufen. Wenn man allerdings wie beschrieben ein Gefährt für’s Leben sucht, gibt es da immernoch Optionen. Eine C, oder E Klasse, tendenziell als T-Modell mit möglichst kleinem, möglichst selbstzündenden Motor, und möglichst wenig, aber dafür genau ausgesuchter Ausstattung. Nicht einfach nur einen Nullausstatter, nur weil er billiger ist. Nein, das kann ja jeder. Wer sich mit der Marke auskennt, weiß dass auch ein Classic-Stoffsitz anspruchsvollste Rücken über lange Langstrecken schont und verwöhnt, und auch dass das in 100.000km Schritten gerechnet kaum abnimmt. Wert das mit der normalen Sitzheizung kombiniert hat schon damit etwas sehr wertvolles. Technischer Schnickschnack, oder auch wichtige Komfortextras, wie ein Tempomat sind inzwischen Serie. Was aber langfristig als Extra seinen Wert behält ist eine Anhängerkupplung. Immer schön ist auch ein Schiebedach, allerdings kann einem das Irgendwann mit verrosteten Abläufen zum Verhängnis werden. Also lieber nicht. Die Nettigkeiten, die die E-Klasse zum typischen Businesspanzer werden lassen, kann man außen vor lassen. Ein Auto-Online-Zugang verjährt sicher irgendwann. Metalliclack sieht man von innen eh nicht, und ein Navi hat doch eigentlich eh jeder im Smartphone. Apropos: Eine Freisprecheinrichtung ist dementsprechend trotzdem gern gesehen. Geht auch mit altmodischen Volvos. Man glaubt garnicht mit wie wenig PS man noch immer einen tonnenschweren V70 kaufen kann!
So hat man mit Typ 1: Tolle, teure Autos, die jeden Cent dauerhaft wert sind.
Typ 2:
Viel billiger lohnt eh nicht. Zum Beispiel beim Kleinwagen. Auch hier ist ein nicht unwesentliches Kriterium beim Neuwagenkauf der Wiederverkaufswert. Der orientiert sich natürlich an dem, was das Auto bietet. Nun ist ein Fiesta oder Polo meistens ein Nutzfahrzeug, oder halt seltener mal eine hübsche Rennsemmel. Dementsprechend kann man auch immer vom Gebrauchtangebot ausgehen. Ein Blick auf die Straßen genügt. Die meisten Baumarktradkappen drehen sich in kleinen Stahlfelgen. Die meisten Kinder krümeln auf kleine Rücksitze. Die meisten misslungenen Parkmanöver beschädigen kleine Autos. Der Markt ist also reich an alten, kleinen Karren.
Wer also in kleinem Fahrzeug adrett unterwegs sein will, für den lohnt oft ein Neukauf. Denn nur weil man wenig Platz und einen guten Verbrauch möchte, muss man den Fiat 500, oder den Renault Twingo ja nicht stiefmütterlich behandeln. Geht man gut mit ihm um, oder baut sogar etwas besonderes draus, sticht man zu jeder Verkaufszeit aus der zerdötschten Billigmasse raus, und erhält gute Preise.
Typ 3:
„Den fahr‘ ich, bis er auseinanderfällt!“ ziemlich ähnlich, wie bei Typ 1, geht es hier wieder um „Qualitätswerkzeuge“. Diesmal ist hier aber nicht das Schweizer Taschenmesser gemeint, das mit Gravur versehen von Oppa an Enkel vererbt wird, sondern der verschrammte Blechwerkzeugkasten mit hellblauem Hammerschlaglack. Etwas von dem man meistens meint, dass sowas heutzutage gar nicht mehr gebaut wird. Das ist also selten, aber tatsächlich doch noch neu zu kaufen.
Ein Subaru zum Beispiel. Kein furchtbar aufregendes Produkt, von WRC-Teilen mal abgesehen, aber eines was immer sein Geld wert ist. Stolze Gebrauchtpreise bestätigen das.
Försters Liebling hält lange, kann viel, geht nicht kaputt, und ist alles andere als modisch.
Mode ist bei Autos ja sowieso so eine Sache.
Als Mercedes noch hauptsächlich Typ 1 Autos baute gab es den Werbespruch „Immer in Rufweite hinter der Mode“.
Wer beim Neuwagenkauf daran denkt, hat schonmal ein gutes Argument auf seiner Seite.

Genauere Preis-Leistungs Sieger, und wie man sie neu am gescheitesten bekommt, ist im nächsten Post zu lesen.

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